Buchweizenpfannkuchen, Bookweiten-Jan-Hinnerk, Bookweitenschubbers

Buchweizenpfannkuchen,
Bookweiten-Jan-Hinnerk,
Bookweitenschubbers

Nach einem alten niedersächsischen Brauch wurden heiratswillige junge Bauern im Haus der Angebeteten mit Buchweizenpfannkuchen bewirtet. War die Anzahl der Speckstücke im Pfannkuchen gerade, war der Besucher als Verehrer gern gesehen. Eine ungerade Zahl signalisierte ihm diskret seine Hoffnungen auf die Tochter des Hauses aufzugeben. Es wurde dann kein Wort mehr über eine mögliche Heirat gesprochen.

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Historische Quelle:

„Des Mittags isst er sie [die Kartoffeln] mehrenteils als Gemüse bereitet, des Abends mit der Haut im Wasser gekocht und des Morgens in Scheiben geschnitten und gebraten. Nur das Mehl von Buchweitzen, als Klümpe oder Pfannekuchen bereitet, unterbricht noch dann und wann die fortwährende Reihe von Kartoffelgerichten.“ 

Pfarrer Hermann Heinrich Friedrich Lentin über die Ernährungsgewohnheiten der Bauern in der Gegend von Egestorf (Nordheide). H.H.F. Lentin, Welchen Einfluß hat der häufige Genuß der Kartoffeln auf die menschliche Constitution? Einige Data zur Beantwortung dieser Frage, aus den Registern des Kirchspiels Egestorf im Fürstenthum Lüneburg. In: Neues Hannoverisches Magazin, worin kleine Abhandlungen, einzelne Gedanken, Nachrichten, Vorschläge und Erfahrungen, so die Verbesserung des Nahrungs-Standes, die Land- und Stadt-Wirthschaft, Handlung, Manufacturen und Künste, die Physik, die Sittenlehre und angenehmen Wissenschaften betreffen, gesamlet und aufbewahret sind, Hrsg.: A.C. v. Wüllen, Hannover 1803, 545-566

 

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