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Lüneburger Heidschnucke g.U.

Lüneburger Heidschnucke g.U.

Der korrekte Rassename der Lüneburger Heidschnucken ist Graue gehörnte Heidschnucke. Dabei handelt es sich um eine sehr alte Schafrasse, die speziell an die besonderen Verhältnisse der Moorlandschaften in den Heidegebieten angepasst ist. Das Fleisch der Lüneburger Heidschnucke ist in Europa unter diesem Namen geschützt und darf das Siegel einer geschützten Ursprungsbezeichnung (g.U.) tragen. Feinschmecker schätzen das zarte, ähnlich wie Wildbret schmeckende Fleisch.

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Historische Quelle:

„In der hiesigen Gegend herum habe ich, wie im Lüneburgischen, auch besonders eine Art Schafe gefunden, die man Schnucken oder Heide-Schnucken nennt. Sie sind weit kleiner wie die sogenannten rheinischen Schafe, haben meist eine schwarze oder auch greise kurze Wolle und meistens Hörner. Man weidet sie den größten Teil des Jahres über auf der dürren Heide, treibt sie im Spätjahre einige Wochen auf eine fettere Weide, und die engraissieren alsdann in einer kurzen Zeit ganz ungemein. Ihr Fleisch ist sehr schmackhaft und süß, und ich ziehe es für meine Person dem Fleische sogenannter rheinischer Hamel vor. Das angenehme seines Geschmacks läßt sich auch leicht begreifen, da diese Tiere ihre Hauptnahrung von den kräuter- und blumenreichen Heiden suchen, und durch diese Nahrung ein süßes und liebliches Fleisch setzen. Die Wolle dieser Schafe ist etwas hart und struppig, indeß kommt sie den Bauern sehr zu statten, die sich ihre Strümpfe und andere Kleidungsstücke davon verfertigen, auch einen Teil derselben an Hutmacher und sonstige Fabrikanten zu recht guten Preisen absetzen.“

Schilderung einer Reise von Bremen nach Hamburg, die 1798 in Briefform in einem Reisejournal über `Niedersachsen in seinen neuesten politischen, zivilen und literarischen Zustande´ anonym in Rom erschien. Zitiert nach Niedersachen verbunden mit Tie und Schimmelreiter. Organ des Niedersächsischen Ausschusses für Heimatschutz, 25. Jahrgang, Juli 1930, Seite 375 (DLM Meldorf o.S.)

 

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