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Nordseekrabben

Nordseekrabben

An der Nordsee und vor allem in Ostfriesland hat der Krabbenfang eine lange Geschichte. Als besondere Touristenattraktion gelten die Kutterfahrten, bei denen Krabben gefischt werden. Krabben (auch Granat genannt) sind überall an der Nordsee fangfrisch zu erwerben. Typische Gerichte sind Krabbensuppe und Krabbenbrot. Zoologisch sind Krabben eigentlich eine Garnelenart.

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Historische Quelle:

„Kleine Krabben zu kochen. Diese werden eine Viertelstunde lang, auf dieselbe Art wie Hummer und Krebse, gekocht. Die Krebse müssen allelebendig seyn, dann wäscht man sie rein ab und wirft sie in brausend kochendes Wasser, in das man vorher Salz, nach Menge der Krebse auch etwas Kümmel gegeben hat. Wenn das Wasser, welches, wenn man die Krebse, hinein giebt, aus dem Kochen zu kommen pflegt, wieder aufkocht, so löscht man ein glühendes Eisen (eine Feuerzange) darin ab, und wiederholt dieses, während des Kochens der Krebse noch zweimal. […] Beim Anrichten kann man wohl ein Stück Butter zwischen die heißen Krebse geben; sie werden glänzend davon. Anmerkung: Die Weibchen sind besser, als die Männchen; um Michaelis sind die Krabben am vollesten und schmackhaftesten.“

Bremisches Koch- und Wirtschaftsbuch enthaltend eine sehr deutliche Anweisung wie man Speisen und Backwerk für alle Stände gut zubereiten könne. Für junge Frauenzimmer welche ihre Küche und Haushaltung selbst besorgen und ihre Geschäfte und mit Nutzen betreiben wollen. Herausgegeben von B.G. [Betty Gleim 1781-1827], Johann Heinrich Müller Bremen und Aurich o.J. [um 1800], Seite 176 und 174

 

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