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Diepholzer Moorschnucke g.U.

Diepholzer Moorschnucke g.U.

Die weiße hornlose Heidschnucke, so die korrekte Rassebezeichnung der Diepholzer Moorschnucke, ist ein Imageträger im Landkreis Diepholz. Diese kleinen Schafe ernähren sich hauptsächlich von Wildkräutern, wodurch das Fleisch seinen delikaten und wildbretartigen Geschmack erhält. Das Fleisch ist fettärmer als das anderer Rassen, reich an ungesättigten Fettsäuren und damit ernährungsphysiologisch sehr wertvoll. Seit 1997 genießt die Diepholzer Moorschnucke den g.-U.-Schutz der Europäischen Union. Die Rasse zählt zu den gefährdeten Nutztierrassen in Deutschland.

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Quelle:

„Moorschnucke, Weiße Hornlose Heidschnucke. Seit Jahrhunderten im gegenwärtigen Zuchtgebiet heimisch und durch harte Auslese und Widerstandsfähigkeit und Anpassung selektiert. Mit den anderen Schnuckenformen verwandt. Noch 1918 unterschied man nur die Weiße von der Grauen Heidschnucke. Obwohl bei den Weißen schon damals gehörnte und hornlose Tiere vorkamen, trennte aber noch nicht zwei Rassen. Allerdings züchteten einige Schäfer auf Hörner bzw. Hornlosigkeit und schlossen die andere Form konsequent von der Zucht aus. Die bekannteste hornlose Zucht war schon damals bei Sulingen. In den 40er Jahren war diese Rasse vornehmlich in den Geest- und Moorgebieten verbreitet, die sich als westliche Ausläufer der Lüneburger Heide über die Kreise Bremervörde , Rotenburg und Verden erstreckten, sowie im Raum Diepholz, Sulingen und Uchte.“

Hans Hinrich Sambraus, Atlas der Nutztierrassen. 250 Rassen in Wort und Bild. 4. erweiterte Auflage, Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 1994, Seite 120

 

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