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Seezunge

Seezunge

Seezunge ist wie die Scholle ein Plattfisch aus dem Küstenmeer. Er gehört zu den begehrtesten und teuersten Speisefischen überhaupt. "Nach Art der Kutterfischer" wird der Fisch mit Zwiebeln und Krabben gebraten und flambiert.

Foto: Fotolia/Marketinggesellschaft

Historische Quelle:

„Regula 435. Gebackene Seezungen. Hierzu muß man den Zungen auf beyden Seiten die Haut sauber abziehen, ausnehmen und die Floßfedern rund herum abschneiden, waschen und mit Salz einsprengen, denn abtrocknen […] und 3 bis 4 Eyer mit einer steifen Ruthe geschlagen, bis sie recht dicke werden, die Fische darin umgekehret, mit fein geriebenem Brodte bestreuet und denn in einer weiten Casserolle in heißer abgeklärter Butter ausgebacken; wenn die Fische gar sind, so muß man ein paar gute Hände voll rein gemachter Petersilie in Bereitschaft haben, das Nasse rein ausschwenken, und denn in die heiße Butter werfen, mit der Schaumkelle immer wieder umgeworfen, bis man siehet, daß er rasch und knopprig wird, so ist er gut, denn gleich heraus genommen und auf grau Papier gelegt, auf die Schüssel, wo die Fische ein sollen, muß man einen umgekehrten Teller oder kleine Schüssel legen, die gebackenen Fische zierlich hoch darauf anrichten, mit der Petersilie sauber garniren, und halb durchgeschnittene Citronen dazwischen oder dabey setzen; so ist es recht und gut.“

Marcus Looft, Nieder-Sächsisches Koch-Buch, oder Sieben-hundert und zehn Anweisungs-Regeln, wornach alle und jede, sowol kostbare, als ordinaire Speisen präpariret, auch einige Garten-Früchte getrocknet und eingemacht werden können, nebst 52 Regeln von den nöthigsten Confituren. Für die Liebhaber mit aller Aufrichtigkeit verfertiget durch Marcus Looft, Stadt-Koch in Itzehoe. Fünfzehnte verbesserte Ausgabe. Lübeck Iversen und Compagnie – Leipzig Johann Samuel Heinsius 1789, Seite 299 

 

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