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Speckendicken

Speckendicken

Speckendicken werden vor allem im Rheiderland am Silvestertag in einem Waffeleisen gebacken und am besten gleich warm gegessen. Buchweizenmehl, Rübensirup, Butter oder Schmalz, Eier, Milch, Anis und Kardamon, Zucker und Salz sorgen für den besonderen Geschmack. Die Verdauung wird gern von einem "Pingelsöpke" unterstützt. Übrig gebliebene Waffeln werden in den kommenden Tagen kalt verspeist.

Foto: Fotolia/Marketinggesellschaft

Pingelsöpke

"Pingelsöpke" ist ein Schnaps, der in Ostfriesland zu Silvester aus speziellen Gläsern mit einem "Pingel-Löffel" getrunken wird. Der Schnaps soll die Verdauung der schweren Speckdicken fördern.

Historische Quellen:

Speckendicken
„Der letzte Abend des Jahres, Silvester, ist „Dickbucksabend“. An ihm ißt man im Oberledingerlande – Südteil des Kreises Leer – „Speckendicken“, gebacken im Neujahrseisen; nicht amtlich ist die Pfanne. Rezept: gebeuteltes feines Roggenmehl oder ungebeuteltes Weizenmehl, Sirup, Anis, Salz, Wasser, Speckscheiben und Mettwurst „ostfriesisch“ in Scheiben. Speckendicken sind viel dicker zu backen als Neejohrskoke, wenn auch in demselben Eisen: Neejohrsisser“.

Beschreibung der `Speckendicken´ im Atlas der deutschen Volkskunde für Loppersum, Kr. Norden, (1930-1935). Zitiert nach Ernst-Helmut Segschneider, Iserkauken, Knedewaffeln und Speckendicken: Neujahrsgebäcke in Nordwestdeutschland. Eine Untersuchung auf der Grundlage des Atlas der deutschen Volkskunde. Rheinisch-westfälische Zeitschrift für Volkskunde 53, 2008, Seite 114


Pingelsöpke
„Pingelsöpke (dat, -kes) (e. Gläschen) Schnaps mit Zucker (Beim Umrühren „pingelt“ es).“

Jürgen Byl und Elke Brückmann, Ostfriesisches Wörterbuch Plattdeutsch/Hochdeutsch. Oostfreesk Woordenbook Plattdütsk/Hoogdütsk. Hrg. von der Landfriesischen Landschaft. Schuster Leer 1992, Seite 96 (OL Aurich X 18741)

 

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