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Stippelse

Stippelse

Stippelse ist ein altes Pfannengericht mit angebratenem Speck und Zwiebeln, das in Niedersachsen weitverbreitet, aber besonders im Lüneburger Raum bekannt ist. Damit jeder seine gepellte Kartoffel in die Soße stippen kann, wird die Pfanne mitten auf den Tisch gestellt. Fleisch oder Hering werden zusätzlich gereicht.

Foto: Fotolia/Marketinggesellschaft

Historische Quelle:

„Stipp´ls n., Speck oder Essigtunke, in die man gemeinsam stippt: ausgebratener Speck zum eintauchen der Pellkartoffeln. […] Stipp´ls heißt aber auch ein zusammengekochtes Essen, das aus Erbsen, Bohnen, Wurzeln (auch Pflaumen) und Kartoffeln besteht […] oder aus allerlei Gemüsen (wie Rüben und Wurzeln), die mit Kartoffeln, bisweilen auch einem Stück Fleisch, zusammengekocht sind […] Der Name ist wohl so zu erklären, daß die Kartoffeln eigentlich besonders gekocht wurden und in das breiige Gericht eingestippt wurden.“

Lüneburger Wörterbuch. Wortschatz der Lüneburger Heide und ihrer Randgebiete, seit 1900 zusammen mit vielen Mitarbeitern gesammelt und sprachwissenschaftlich sowie volkskundlich erläutert von Professor D. Eduard Kück †, Dritter Band S-Z, Wachholtz Neumünster 1967, Spalte 283 (MD Hösseringen B8 Küc)

 

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