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Kopfwurst

Kopfwurst

Kopfwurst ist eine Spezialität aus der Lüneburger Heide. Hergestellt wird sie aus Resten der Schlachtung, wobei die Hauptzutat Rinder- oder auch Schweinekopf ist. Auf Festen wurde sie als Zwischenmahlzeit, zum Beispiel mit etwas zerlassener Butter, gereicht.

Foto: Fotolia/Marketinggesellschaft

Historische Quelle:

„Dieses ganz bodenständige Gericht der Lüneburger Heide, das bei Hochzeiten, Konfirmationen und Jubiläen stets auf den Tisch kommt, wird folgendermaßen zubereitet: Beim Schlachten trennt man vom gekochten Schweinekopf die Backen ab, legt die eine Hälfte, in Scheiben geschnitten, mit Salz, Pfeffer und Zwiebeln gewürzt, die Schwarte nach unten, auf ein gut angefeuchtetes Tuch in eine Schale. Die andere Backe, leicht mit Salz eingerieben, wird daraufgelegt. Nun nimmt man die vier Zipfel des Tuches recht stramm und bindet die Sülze kurz ab. Über Kreuz kommt ein Band mit der Schlinge zum Aufhängen. Leicht angeräuchert schmeckt die Kopfsülze prachtvoll zu Schalkartoffeln, Kartoffelsalat oder Brot. Um diese fette Speise bekömmlicher zu machen, wird eine Zwiebeltunke dazu gegeben. Hierzu mischt man etwas Essig mit Wasser, schneidet eine Zwiebel in kleine Würfel und gibt ein wenig Zucker daran.“

Hans W. Fischer, Das Leibgericht. Die Lieblingsspeisen der Deutschen, ihre Gaumengelüste, Magenfreuden und Schmankerln mit Kochanweisungen, Bräuchen und Gewohnheiten. Hoffmann und Campe Hamburg 1955, Seite 149 (SUB HH A 1955/P209)

 

 

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